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Nachlese Veranstaltungen 2010

  • Baustelle BBI
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18. September 2010

An dieser Stelle erfolgt (aufgrund des besonderen Interresses) eine etwas umfangreichere Nachlese, die uns von Frau Gelbke nach der Veröffentlichung in der Zeitung "Grünauer" 10/2010 freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

Baustelle BBI
Schauen beim Bauen

In der vorletzten Ausgabe ging es an dieser Stelle um den Stammtisch BBI. Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten, aber in unserem Bezirk gibt es einen Stammtisch für Ladies. Da kommt man nicht so ohne weiteres rein. Da muss frau nicht nur eine Lady, sondern auch Unternehmerin sein. Einmal drinnen, finden sich aber spannende Sachen zu sehen und zu hören.

So geschah es auch am Samstag, den 18. September als der Lady´s Stammtisch zum Flughafen BBI  aufbrach, um zu schauen, wie sie bauen. Eine Bustour über das Gelände und ein Besuch des Infotowers moderiert von zwei Damen, die für das Marketing des BBI verantwortlich zeichnen, brachten ein bisschen neuen Gewinn an Erkenntnis.

Als eindeutige Befürworterin des Flughafen und entschiedene Gegnerin des Standortes, interessierten mich weniger die markigen Worte und bezaubernd schönen Filmsequenzen im Pavillon, sondern mehr die realen Fakten und Zahlen zur Sache:

Der neue Flughafen wird in der zurzeit genehmigten Endausbaustufe 1470 ha umfassen, was der Größe von 2000 Fußballfeldern entspricht. Der anschließende Businesspark wird das größte zusammenhängende Gewerbegebiet Berlins mit einem bunten Gewerbemix aller Branchen und ein bisschen Kleinindustrie im Wesentlichen finanziert von britischen und deutschen Investoren. Flughafen und Gewerbegebiet werden in der Endausbauphase 40.000 Jobs bieten. Wie viele in Tempelhof und Tegel wegfallen, wurde nicht gesagt. 

Die Frachtzentrale beinhaltet 20.000 m² Lagerfläche mit direktem Zugang zum Vorfeld, auf dem an 84 Abstellpositionen die Flugzeuge warten.

Das neue Terminal erinnert mit seinem auf Säulen ruhenden Dach ganz entfernt an die neue Nationalgalerie. Es soll auch die gleichen architektonischen Väter haben. Dieses Terminal wird mit 22000 m² nutzbarem Areal über sechs Etagen 32m hoch sein. Neben dem Genuss von 150 Geschäften und Restaurants für Jedermann und –frau können hier lt. Planfeststellungsbeschluss 25 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden. Dafür sind auch die beiden Landebahnen und 96 Check – In – Schalter gebaut und kapazitiv geeignet. Doch bereits jetzt spricht man am BBI von Erweiterung. Der Platz nach Süden lockt dazu. Von bis zu 30 Millionen Passagieren war schon zu Zeiten der erfolglosen Klagen gegen den Standort Schönefeld die Rede. Bald sprach man von 40 Millionen. Im Infotower an jenem stürmischen Septembervormittag wurde erstmals die Zahl 45 Millionen genannt und dies sei noch nicht das Ende für den BBI als „Wachstumsmotor, Sprungbrett und Berlins Tor zur global vernetzten Welt“. Ich hoffe nur, dass sich die Verantwortlichen aller Lager  daran erinnern, dass der Planfeststellungsbeschluss die Obergrenze bei 25 Millionen gesetzt hat.

Die visuelle Nähe zur Nationalgalerie lässt auch nach Kunst am Bau fragen. Dazu gibt es sieben internationale Wettbewerbe mit einem gesamten Etat von 2 Mio €. Davon werden maximal 1,4 Mio € als Realisierungssummen direkt an die Künstler gehen. Der Rest ist Ausschreibung, Prämierung und Verwaltung. Unter dem Terminal rollen die Koffer auf 15 km langen Förderbändern mit einer Transportstärke von 15000 Stück pro Stunde.   

Vier Parkhäuser mit 16000 Stellplätzen werden den Autofahrern die Sicherheit geben, dass für ihr fahrbares Kleinod gut gesorgt wird.

Im bisherigen Projektverlauf sind 439 Bauvergaben getätigt worden, davon gingen 321 an ortsansässige Unternehmen.

Warum aber wird der BBI denn so verspätet fertig? Die Gründe sind so simpel wie unglaublich: Eine Technikfirma sei insolvent gegangen und die Erlaubnis ab 2013 privat wieder uneingeschränkt Flüssigkeiten im Gepäck mitführen zu dürfen, zwang zur Investition in neue Scanner.  Am 3. Juni 2012 soll nun endgültig das erste Flugzeug starten.   

Damit alles sicher zugeht, wurde ein 72m hoher Turm für die Flugsicherung gebaut, der in der Finanzierung von 35 Millionen € für die Lotsen ein direkt angeschlossenes Fitnesscenter beinhaltet. Zu unserer Sicherheit mögen sie immer frisch bleiben.  

Um das riesige Baufeld BBI herum lagern 16 Millionen m³ bewegte Erdmassen in Haufwerken, die auf ihre Wiederverwendung an anderer Stelle warten. An deren Ursprüngen liegen inzwischen unter anderem 3,4 Millionen m³ Beton für 80 Mio €.

Erwartungsgemäß waren einige Damen sehr daran interessiert zu erfahren, wie denn nun die Berechnung der neuen Einflugschneisen zu verstehen sei. Die Antwort war so klar wie empörend:

Der Flughafen hat zwei Landebahnen, die mit 1900 m Abstand eine um 1140 m höhere Differenz ausweisen als sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit sind alle Bedingungen für einen Parallelbetrieb erfüllt. Parallelbetrieb heißt aber auch aus Gründen der Sicherheit, die Anflug- und Abfluglinien in einem Abweichungswinkel von 15° festzulegen. Nun sei dies  aber nur ein Vorschlag, der Abweichungen zuließe und geändert werden könne und es liefe zu guter Letzt auf eine Abwägung zwischen Lärmbelastung und Sicherheit hinaus. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass tatsächlich Lärm gegen Sicherheit gewogen würde, erlaubte ich mir genau dies als konkrete Nachfrage und erfuhr nichts ... Man könne mir nicht antworten, da man nicht dahinter stehe – welch weise Antwort einer Marketingmanagerin.        

Für alle Interessierten: Der 32 m hohe Infotower ist täglich außer an Feiertagen von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet (Eintritt: 2,00 €). Vom Grünauer S – Bahnhof gibt es eine direkte Busverbindung zum Tower. Unabhängig von allen Querelen um diesen falschen Standort lohnt sich der Blick auf eine beeindruckende ingenieurtechnische Leistung, die hier vollbracht wird.  

In das Schallschutzprogramm sind bisher 30000 Haushalte einbezogen worden. Wer seine Lärmbelastung testen möchte, kann das an jedem Arbeitstag von Montag bis Freitag im Informationszentrum Airportworld BBI gegenüber dem S-Bahnhof Grünau probieren.

B. Gelbke

 

Lady's Stammtisch im März 2010

2. März 2010

Das Thema „Rente in Sicht – oder weiter Ferne?“ stand im Mittelpunkt des Stammtischabends. Frau Kerstin Engelhard von der Deutschen Rentenversicherung Bund informierte uns sachlich und kompetent wie man z.B. Zeiten aus dem Angestelltenverhältnis sichern kann. Die Besteuerung der Altersrente, Abschläge und Zuverdienst bei vorzeitiger Rente kamen auch zur Sprache. Immer wieder betonte Frau Engelhard, die gesetzliche Versicherung als Basis zu sehen und sich in seinem finanziellen Rahmen außerdem privat für das Alter abzusichern. Hierbei wurden dann Riester und Rürup erklärt und auf weitere Möglichkeiten der privaten Absicherung verwiesen.

Sie lud uns wiederholt ein, zur individuellen Kontenklärung einen Termin mit der Deutschen Rentenversicherung zu vereinbaren und gab auch noch in der Pause hilfreiche Tips.

Obwohl manche Person bei dem brisanten Thema staatliche Rente einen dicken Hals bekam, ließ sich Frau Engelhard auf keine Diskussion ein. Ich fand gut, dass sie das Thema neutral und informativ referierte.

Ilona Jost

 

Themenabend Preisgestaltung im Januar 2010

19. Januar 2010

7 Irrtümer der Preisgestaltung und warum wir sie pflegen

Die Referentin, Fr. Dr. Brigitte Freiburghaus, hat dieses sensible Thema sehr gut präsentiert. Sie beobachtet seit Jahren, dass das Thema in vielen Unternehmen von großer Wichtigkeit ist. Sie hat uns mit vielen Beispielen Ansätze für Preisstrategien aufgezeigt, mit denen es uns, den Unternehmerinnen, auch morgen noch gut geht bzw. gut gehen kann. Der Preis und seine Einflussfaktoren, die Kalkulation des Stundensatzes, die Wirkung des Werbeslogans „Geiz ist geil“, Preisunterschreitungen zulassen/sogar bewusst mit einplanen ?– all diese Themen wurden angesprochen und diskutiert.

Brigitte Menz