Facebook    Google+     Suche | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Login für den Vorstand   Seite ausdrucken   

Nachlese Veranstaltungen 2011

  • Lady's Stammtisch - November 2011
  • Lady's Stammtisch - November 2011

29. November 2011 - Adventsstammtisch

Smartphone, Apps, XING und Co

Am 29. November 2011 fand unser diesjähriger Adventsstammtisch zum Thema Smartphone, Apps, XING und Co statt.

Dass der Ausspruch "Frauen und Technik" die meisten von uns nur lächeln lässt, bewies das große Interesse an diesem Abend. Frau Audrey Hoffmann, Diplom –Soziologin stellte uns die unterschiedlichen Kommunikationsgeräte und Internetplattformen vor und fragte auch immer wieder nach, welche Unternehmerin welche Geräte schon nutzt. Hier war die Resonanz sehr unterschiedlich. Heiße Diskussionen gab es beim Thema Soziale Netzwerke -  Fluch oder Segen für ein Unternehmen?

Für unser leibliches Wohl sorgte das „Lokal Jawoll“. Als eine schöne Tradition hatten auch diesmal Unternehmer/innen Stände aufgebaut, an denen man Weihnachtsgeschenke, wie Tee, Bücher, Origami Arbeiten und vieles mehr kaufen konnte. Es war ein lehrreicher und zugleich gemütlicher Abend.

Ines Krüger 
Büchereck Baumschulenweg

 

Lesung im Büchereck November 2011

17. November 2011

Heute trafen sich im Büchereck Baumschulenweg viele neugierige Frauen, die sich auf eine interessante Buchlesung freuten.

Die Autorin Katrin Richter lebt und arbeitet schon viele Jahre in Berlin-Treptow. Als stetige Spaziergängerin streift sie oft durch unser Berlin und hält Erlebtes in vielen verschiedenen Wortfacetten fest. Für uns las sie zwei Geschichten die ihre Erlebnisse und Gedanken bei Spaziergängen in Treptow schilderten.

Für mich als sehr pragmatischen Menschen war es sehr erlebnisreich zu hören, mit wie viel verschiedenen Worten der Umstand „Lärm“ beschrieben werden kann. Es machte viel Freude Frau Richter zuzuhören und sich an die Orte in Treptow (ehemaliger Plänterwald-Vergnügungspark und das Eierhäuschen) gedanklich zu begeben.

Als Gegensatz zu der modernen Sprache von heute las Frau Richter auch aus Theodor Fontanes „Stechlin“ (1899) zum Eierhäuschen vor.

Ein gelungener, interessanter Abend.

Marion Tarun

 

Themenabend - Stress - Oktober 2011

11. Oktober 2011 - Themenabend

Vortrag über Stress aus zahnmedizinischer Sicht.

Zahnärzte können viel mehr als Zähne bohren und überkronen.
Ob wir mit den Zähnen knirschen oder oft die Zähne zusammen beißen (müssen), nichts entgeht Frau Dr. Deda. Unsere Zähne, das Zahnfleisch und die Gesichtsmuskulatur können ihr ganze Geschichten von der Seele erzählen. Die Spuren von Angst, Sorgen und Stress kann sie an unseren Zähnen ablesen. Wer denkt schon daran, dass bei Nacken- und Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Tinnitus und Schwerhörigkeit unser Kiefergelenk als Ursache in Frage kommen kann? Holen wir uns also kompetenten Rat nicht nur beim Orthopäden, Physiotherapeuten oder HNO, sondern auch bei einer ganzheitlich denkenden Zahnärztin.

Besten Dank für den interessanten, kurzweiligen Vortrag über Stress aus zahnmedizinischer Sicht.

Tamara Grusdat

 

Leichtigkeitstour" bei Frau Prof. Bauer

07. Oktober 2011

Unternehmerinnen-Besuch "Leichtigkeitstour" bei Frau Prof. Bauer

Nicht nur leicht, sondern ultra-leicht müssen sie sein…- Teile, die eine sehr hohe Stabilität bei geringstem Gewicht brauchen.

Solche Kunststoffteile für unterschiedlichste Anwendungen in der Informationstechnologie, Optoelektronik, der Sicherheitstechnik, für Raumfahrt, Flug- oder Automobiltechnik werden entwickelt im Pyco in Wildau, einer Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Chefin dieser Einrichtung, gleichzeitig auch noch Professorin an der Technischen Hochschule in Cottbus ist Frau Bauer.

Damit ist sie momentan die einzige Frau unter 60 Institutsleitern der Fraunhofer- Gesellschaft in Deutschland und erwirtschaftet gemeinsam mit ihren 50 Mitarbeitern 90 % der im Institut benötigten finanziellen Mittel. Das war uns ein Besuch wert, der in diesem Jahr von den Animatas organisiert wurde. Es wurde ein spannender Nachmittag, an dem sehr viele Fragen zur Unternehmerinnen-Persönlichkeit und zum Fach „Polymerchemie“ beantwortet wurden. Für mich besonders beeindruckend war bei der Führung durch die Produktionshallen wie es Frau Prof. Bauer gelang, sehr komplizierte Zusammenhänge so darzustellen, dass sie auch für Laien gut verständlich waren.

Ein Besuch, der sich für alle Animatas und Ladies gelohnt hat.

Herzlichen Dank dafür

B. Fiedler

 

21. September 2011

Vom Kabelwerk zur Denkfabrik

Der Rundgang mit Herrn Michael Voigtländer vom Büro für Industriekultur Berlin führte uns in das ehemals größte Industriegebiet der DDR-Hauptstadt.

Die Führung begann am "Königsplatz" (Edisonstr./ Wilhelminenhofstr.), dem Eingangstor nach Oberschöneweide. Hier ragt die ehemalige Lampenfabrik Frister empor, die in den zwanziger Jahren zu Europas größten Lampenherstellern zählte. Heute sind diese Räume als Musikschule, Großdisko und Kino vermietet.

Vorbei an den denkmalgeschützten und sanierten Wohnhäusern (Baujahr 1897) führte uns der Weg zum Gelände des ehemaligen Transformatorenwerkes Oberschöneweide (TRO). 1897 als Werkzeugmaschinenfabrik Niles errichtet, ab 1929 Transformatorenwerk der AEG. Heute befinden sich hier auch Künstlerateliers, u.a. das von Jürgen Draeger (mit Archiv des Liedertexters Bruno Balz  - „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“, „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“, „Roter Mohn“,…).

Weiter führte der Rundgang zum Kranbahnpark und dem steinernen Stadtplatz am Kaisersteg (ursprünglich Prof. Müller-Breslau). Dieser verbindet heute wieder Nieder- mit Oberschöneweide, vorbei an den denkmalgeschützten Gebäuden des Umspannwerkes (1911, AEG), Elektrizitätszentrale (1895), Kabelwerk Oberspree (KWO, 1897). Nach der Wende wurden einige dieser Gebäude umfangreich saniert und sind seit 2009 Sitz der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft für über 6000 Studenten.

Am Kranhauscafe, und dem Peter-Behrens-Turm vorbei gelangten wir wieder zur Wilhelminenhofstraße – ein für Treptower und ihre technisch interessierten Gäste sehr zu empfehlenden Spaziergang!

Brigitte Fahlisch

 

  • Vom Kabelwerk zur Denkfabrik
  • Vom Kabelwerk zur Denkfabrik
  • Vom Kabelwerk zur Denkfabrik

15. September 2011

Zum Thema "Wechseljahre - Aufbruch in eine neue Lebensphase" hielt Frau Cornelia Burgert, Dipl. Sozialpädagogin vom Feministischen Frauen Gesundheits Zentrum e. V. Berlin (ffgz) einen sehr interessanten Vortrag.

Sie ging auf alle Fragen der Anwesenden fachkundig und gelungen ein, so dass jeder für sich persönlich Erkenntnisse über Zusammenhänge und Anregungen für ein gutes Durchkommen durch die Wechseljahre mitnehmen konnte. Nicht nur mit der chemischen Keule, sondern vor allen Dingen mit naturheilkundlichen Präparaten, wie z.B. auch Tees können wir gelassen diesen Lebensabschnitt meistern.

Das ffgz hat auch eine Broschüre "Wechseljahre - Praktische Begleitung für diese Lebensphase" aufgelegt und gibt eine frauengesundheitliche Zeitschrift "clio" heraus, die jährlich zweimal erscheint. 

Es ist gut zu wissen, das es in Berlin schon seit über 30 Jahren eine Einrichtung gibt, die Frauen zum Thema Gesundheit beratend zur Seite steht. Die Schilddrüse, ein vergessenes Organ, spielt auch in den Wechseljahren eine wichtige Rolle. Regelmäßige Kontrollen und Prävention sind unabdingbar.

Mein Fazit: Ein Themenabend bei Ladies Stammtisch ist für mich immer wieder eine persönliche Bereicherung – egal ob es sich um berufliche oder private Belange handelt.

Dr. Henny Deda

 

Lady's Stammtisch im September 2011

06. September 2011 - Mitgliederversammlung & Ladys Stammtisch

Unternehmerische Nebenkosten

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Ladys Stammtisches fand der 66. Stammtisch zum immer wieder brisanten Thema „Unternehmerische Nebenkosten“ statt.

Nachdem Frau Dr. Reimann aus der Sicht des Steuerberaters und damit auch aus Ihrer Erfahrung mit unterschiedlichsten Mandanten eine Einführung in das Thema gegeben hatte, wurde die Aufstellung der möglichen Nebenkosten von der Gründung eines Unternehmens bis zur Abmeldung bzw. Übergabe jeweils ergänzt von den Erfahrungen einzelner Unternehmerinnen. Es galt das Credo von Frau Dr. Reimann: „Es ist nicht nötig, den gleichen Fehler zweimal zu machen.“ Hat eine Unternehmerin bereits Erfahrungen gesammelt, was man als „ungewollte Nebenkosten“ so alles bezahlen muss, weil man sich nicht ausreichend Zeit genommen hatte, einen Vertrag gründlich zu lesen, so kann sie diese Erfahrung gleich an alle Teilnehmerinnen weiter vermitteln.

Frau Krüger ergänzte die spannenden und sehr lehrreichen Ausführungen noch aus der Sicht eines Ladenbesitzers, der in seiner täglichen Arbeit sehr häufig „unerwartete Nebenkosten“  hat. Sei es für die Bereitstellung von Wechselgeld durch die Banken oder die Wartung der Heizungsanlage im Mietobjekt.

Nach der Pause wurden alle Gedanken noch einmal zusammen gefasst und Frau Dr. Reimann leitete Schlussfolgerungen für jede Unternehmerin daraus ab. Am Ende gab es eine kurze und prägnante Aufstellung über die Aufbewahrungspflichten von Steuerdokumenten.

Es war wieder ein spannender und lehrreicher Abend, aus dem wohl jede Unternehmerin etwas mitnehmen konnte um dem Motto von Frau Dr. Reimann gerecht zu werden: „Eingesparte Nebenkosten sind genauso gut wie Umsatzerlöse“.

Dr. Birgit Fiedler

 

  • Besuch im Modellpark Berlin-Brandenburg
  • Besuch im Modellpark Berlin-Brandenburg

29. Juni 2011

Besuch im Modellpark Berlin-Brandenburg

Der Themenabend am 29.06.2011 sah einen Besuch des Modellparks Berlin-Brandenburg in der Wuhlheide vor. Bei herrlichem Ausflugswetter trafen wir uns Treskowallee/Hegemeisterweg und hatten nur einen kurzen Fußweg bis zur Parkanlage.

Im Park sind Modelle von mehr als 60 Sehenswürdigkeiten aus dem Raum Berlin-Brandenburg ausgestellt, z.B. so bekannte Bauwerke wie Reichstag, Brandenburger Tor, Siegessäule, aber auch Rathäuser, Schlösser und das Niedrigenergiehaus der HoWoGe Lichtenberg. Die Modelle sind liebevoll natur- und detailgetreu gestaltet und sehr gut in die Landschaft des Parks integriert. Alles in allem eine sehr sehenswerte Anlage. Und beim Schauen und Flanieren gibt es immer Raum für gute Gespräche.

Dr. C. Reimann

 

24. Juni 2011

Sommerfest

Unser diesjähriges Sommerfest am 24.6.2011 wurde von den ANIMATA´s im Wald-Tonstudio Brückner in Bindow organisiert. Es stand unter dem Thema der Zahl ZWÖLF. Alle rund 30 anwesenden Mitglieder vom Ladysstammtisch und den Animatas hatten sich darauf vorbereitet. Vom Gesang bis zur klassischen Vorstellung des eigenen Unternehmens, von dem Vortragen der selbstgeschriebenen Geschichte bis hin zum wortreichen Vortrag der eigenen künftigen Entwicklung. Das Wetter war allen egal und bei toller Laune, gutem Essen und einem Glas Wein konnten sich neue Mitglieder bekannter machen, Projekte ins Auge gefasst und neue Termine abgestimmt werden. Ein gelungener Abend.

Heike Thiele

 

  • Lady's Stammtisch im Mai 2011
  • Lady's Stammtisch im Mai 2011

Ladys Stammtisch - Power- Frauen im Bezirk: ein Artikel vom Bezirksbürgermeister Oliver Igel

 

31. Mai 2011

Das Thema unseres 65. Stammtisches bewog wieder zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste in den großen Ratssaal des Rathauses Treptow zu kommen. Unter dem Titel "Sicher im Ausdruck - Stark im Auftritt: Körpersprache und Präsentation" zog die Vortragende, Frau Viola Morlinghaus, die Zuhörer und -schauer in ihren Bann. Die gelernte Schauspielerin verstand es meisterhaft, uns einen kleinen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Stimme, Atem, Körper und seelischen Faktoren zu geben. Dabei hatte der gesamte Abend nicht nur einen lehrreichen, sondern durchaus auch unterhaltenden Effekt. Und für interessante Gespräche und nette persönliche Kontakte boten sich in der Pause und nach der Veranstaltung vielerlei Möglichkeiten. Herzlichen Dank an die Organisatoren und speziell an Frau Morlinghaus für diesen lohnenden Abend!

Regina Rogge

 

  • Themenabend Uferbahn
  • Themenabend Uferbahn

12. Mai 2011

Eine Straßenbahnlinie fährt vom S-Bahnhof Köpenik quer durch die Köpenicker Altstadt über Grünau bis nach Alt-Schmöckwitz. Vorbei am Ufer der Dahme, durch wunderschöne Wälder, mit Blick auf die Müggelberge – und das seit 1912. Diese Linie sollte stillgelegt werden – und im April 2011 erregte eine Menschenkette mit ca. 3000 Teilnehmern entlang der Uferbahn mit ihrem Protest große Aufmerksamkeit. Das zur Vorgeschichte.

Einige Mitglieder und Gäste des Ladiesstammtisches haben das Angebot genutzt, sich über Hintergründe und Aktuelles zum Thema Uferbahn zu  informieren. Bereits in der Straßenbahn haben wir schon einiges gehört, und auch gesehen. In Schmöckwitz angekommen, wurden wir herzlich durch Herrn Siegfried Menthel (er war 32 Jahre lang Pfarrer in der Kirche von Schmöckwitz) empfangen. Es lohnt sich, Schmöckwitz in Ruhe zu durchwandern. Herr Menthel hatte vieles zu erzählen und am Ende durften wir auch die Kirche in Schmöckwitz bewundern. Zeit für Gespräche zwischen den Unternehmerinnen gab es selbstverständlich auch – ein durchaus gelungener Nachmittag.

Noch kurz zur Nachgeschichte: Laut Zeitungsmeldungen stimmte im Sommer  2011 der Aufsichtsrat der BVG der Sanierung der Uferbahn zwischen S-Bahnhof Grünau und Alt-Schmöckwitz zu. Von Mai 2012 bis Ende 2015 soll die Strecke in vier Bauabschnitten saniert werden, somit bleibt uns die Uferbahn wohl erhalten.

Jana Denner

 

Themenabend im März 2011

29. März 2011

Wie bestimme ich den Preis für meine Leistung damit es gelingt ihn durchzusetzen?

Bei der Vorstellung der Teilnehmerinnen und ihrer "Vision" bis 2014 wurde deutlich, dass das Thema viele Existenzgründerinnen angezogen hatte.

Die Referentin Fr. Dr. Brigitte Freiburghaus von der Firma breakevenpoint gab einen kurzen Überblick über die 7 Irrtümer der Preisgestaltung.

Bei der Vorstellung der Preissegmente wurde schnell klar, dass man als Selbstständige mit der Niedrigpreisstrategie die wenigsten Überlebenschancen hat. Im mittleren Preissegment hingegen sind Selbstständige ganz gut aufgehoben. Bin ich als Selbstständige die einzige Anbieterin einer Dienstleistung oder eines Produktes bestehen gute Chancen um auch im Luxussektor Erfolg zu haben.

Für welches Preissegment man sich letztendlich entscheidet -  über Erfolg oder Niederlage entscheiden die Kosten. Um dies zu verdeutlichen, stellte Fr. Dr. Freiburghaus den Teilnehmerinnen u.a. ein Kalkulationsschema zur Kostpreisermittlung vor. Anhand eines Beispiels wurde aufgezeigt, welche Auswirkung es hat, wenn der Preis der Leistung zu niedrig angesetzt wird.

Fazit: bei jeder Überlegung zur Kalkulation des Stundensatzes muss klar sein, wie viel Umsatz erwirtschaftet werden muss (!), um die Kosten (Betriebsausgaben und Lebenshaltungskosten) zu decken.

Ines Wanka

 

100 Jahre Frauentag – Zeitreise ins 18. Jahrhundert

100 Jahre Frauentag – Zeitreise ins 18. Jahrhundert

Am 9. März 2011 haben sich interessierte Frauen (wo waren die Männer?) im Museum Treptow (Sterndamm 102, 12487 Berlin) getroffen, um Frau Dr. Kovalevskis und Frau Ziblers Ausführungen zum Frauenleben im 18. Jahrhundert zu lauschen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Lady’s Stammtisch e.V. und dem Museum Treptow organisiert.

Dass Frauen im 18. Jahrhundert oftmals nicht mehr waren, als Gebärmaschinen und Haushälterinnen, ist hinlänglich bekannt. Dass es darüber hinaus gleichwohl auch selbstbestimmte, mutige und kreative Frauen gab, die sich diesem Schicksal nicht ergaben, konnten die Vorträge von Frau Dr. Kovalevski (Kunsthistorikerin) und Frau Zibler (Historikerin) spannend veranschaulichen:
Sie boten einen Überblick über das Leben der Frauen in dieser Zeit, fragten nach Werken, die sie hinterlassen haben und nach ihrem Einfluss auf das 18. Jahrhundert.

Als Beispiel sei hier Dorothea Erxleben (1715 – 1762) genannt, deren Engagement und Willensstärke dazu führten, dass sie 1755 als erste deutsche Frau an der Universität von Halle erfolgreich ihre Promotion als Ärztin ablegen konnte und rechtmäßig diesen Beruf ausführen durfte.

Unterstützt wurde sie hierbei von ihrem Vater dem Arzt Christian Polykarp Leporin und Friedrich dem Großen, König von Preußen. Erst 1899 ist es Frauen im Deutschen Reich offiziell erlaubt, die Staatsprüfungen der Medizin abzulegen.

Auch in der Kunstgeschichte finden sich beeindruckende Beispiele selbstverwirklichender Frauen: die Schwestern Anna Rosina de Gasc (1713 – 1783, geb. Lisiewska) und Anna Dorothea Therbusch (1721 – 1782, geb. Lisiewska) konnten sich als angesehene Porträtmalerinnen an königlichen Höfen und in Europa etablieren und verwirklichen. Sie trugen maßgeblich zur Entwicklung des höfischen Porträts bei. Ihre Werke hängen heute unter anderem im Staatlichen Museum Schwerin, gut die Hälfte ist jedoch unbekannt verschollen.

Diese schaffenden Frauen müssen immer als Ausnahmen weiblicher Emanzipation im 18. Jahrhundert verstanden werden. Am19. März 1911 gehen Millionen von Frauen endlich auf die Straßen, um ihrer Unterdrückung, Ausbeutung und desaströsen Lage eine Stimme zu verleihen.

Marina Krause